Die schönste Seereise: Hurtigruten – mit dem Postschiff Norwegen erkunden. Teil 2 – von Trondheim, Tromsø nach Honningsvåg zum Nordkap.

„Leinen los“ heißt es und schon fahren wir weiter durch den Stoksund bis Rørvik. Bereits am frühen Morgen hören wir die Info unseres Expeditionsteams, dass wir in Kürze den nördlichen Polarkreis (66° 33′ 51″) überqueren werden (am 21. Juni erscheint hier die Sonne genau um 24 Uhr am Horizont!). Natürlich will sich niemand dieses „Highlight“ entgehen lassen und so stehen viele Reisende an der Reeling und bringen ihre Kameras in Position um den besten Schnappschuss zu machen.

Polarkreis
Polarkreis

Während das Schiff gemächlich durch die norwegische See fährt, bekommen wir Besuch. Njord, Herrscher über alle Meere, gibt sich die Ehre gemeinsam mit dem Kapitän die Polartaufe persönlich zu übernehmen und so gelangen zahlreiche Eiswürfel in den Nacken vieler noch verträumter Fahrgäste (bei mir sogar noch in die Kabine!).

Polartaufe
Polartaufe

Bereits zur Mittagszeit erreichen wir Bodø. Hier erwartet uns ein absoluter Höhepunkt: Saltstraumen. Eingepackt (wie Astronauten) im Wärmeanzug geht’s in einem Speedboot  ganz nahe heran. Unvorstellbare 400 Mio. m³ Wasser strömen mit bis zu 20 Knoten in den Saltfjord und Skjerstadfjord. Das muss man einfach gesehen bzw. erlebt haben – man kann sich das gar nicht vorstellen, es ist wirklich beeindruckend. Unsere Führerin spricht in einwandfreiem Deutsch und lenkt mit besonderer Geschicklichkeit das Speedboot um die Strudel und schließlich bei aufkommendem Wind (13 Knoten und 2,5 m hohen Wellen) zurück zur Station.

Pünktlich zur vereinbarten Zeit kommen wir zu unserem Schiff zurück, das uns zum nächsten Ausflug – einem Wikingerfest – auf die Lofoten bringt. Wiki1

Hier empfängt uns „Halvar“ der Chef. Nach einem ausführlichen Zeremoniell und traditionellem Wikingerschmaus (Lamm) machen wir uns im Bus auf den Weg zu unserem Schiff und sehen hier die ersten, wenn auch schwachen Nordlichter.

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Gleich nach unserer Ankunft und dem obligaten „Borden“ (nach scannen der Bordkarte wird jede(r) Einzelne mit einem „welcome“ begrüßt, setzt sich unser Hurtigruten Boot in Bewegung. Für uns wird’s Zeit uns in der Kabine beim nächtlichen Schlaf zu erholen um für den nächsten Tag fit zu sein.

Am frühen Nachmittag des 5. Tages erreichen wir die arktische Hauptstadt Tromsø. Heute ist die Stadt die größte Metropole des hohen Nordens, die flächenmäßig größte Stadt Europas, nördlichste Universitätsstadt usw. Schon von weitem sieht man das Wahrzeichen – die Eismeerkathedrale die 1965 geweiht wurde. Sie soll an die in dieser Gegend typischen Trockenfischgestelle erinnern.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt mache ich eine besondere Entdeckung. Sowohl der Hauptplatz als auch die Hauptstraße sind gesperrt.Tromsö1

 

Die Straßen werden neu errichtet und eine  „Straßenheizung“ eingebaut. Ja, die Petrodollars machen das möglich – Norwegen kann sich das leisten.

 

Am Abend machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Honningsvåg – zum Nordkap. Bereits zur Mittagszeit kommen wir an. Die Hurtigruten-Busse warten bereits um einen Teil der Gäste zum Nordkap zu bringen. Nach dem Besuch bei einer Samen-Familie (Rudi, das Rentier ist für das bevorstehende Weihnachtsfest bereits fit!) geht’s zum Nordkap Plateau.

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Endlich sind wir da: 71° 10′ 21″. Das Nordkap. Eigentlich wimmelt es hier vor lauter Besuchern aber heute: fast leer, ganz wenige Leute und nur 1 Bus und dazu das bestellte Wetter: Sonnenschein mit Fernsicht und zur Abfahrt leichter Schneefall. Herz, was willst du mehr? Es scheint als stünde ich am Ende der Welt!?fbe (1)Es ist wirklich so: ein Highlight jagt das andere. Unser Schiff setzt seine fahrplanmäßige Fahrt fort. Das nächste größere Ziel: Kirkenes – die Grenzstadt zu Russland und Finnland. Das Tor nach Osten….

… und hier beginnt nach rund 2.500 km auf See die Rückfahrt nach Trondheim

Mehr darüber im nächsten Bericht.

 

 

 

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