Rumänien – Rundreise 4. Teil

Eine beeindruckende Fahrt durch die vielfältige Landschaft brachte uns, vorbei an Medias, der fast 50.000 Einwohner zählenden Stadt mit dem schiefen Turm in ein kleines Dorf – mitten in Siebenbürgen: Bazna. Außer einigen Hotels, einer Kirche, einer Schule und vielen (meist verfallenen) Häusern gibt’s hier nicht viel zu sehen und zu erleben.

In aller Hergott’s Früh warten vor unserer Hotelanlage bereits einige Pferdegespanne um uns zur ersten Wehrkirche im Nachbarort zu fahren. Eine gemütliche, nicht sehr beeindruckende etwa einstündige Fahrt bringt uns zur Wehrkirche.

Nach diesem Ausflug machen wir uns am Nachmittag auf den Weg nach Schäßburg.

An Medias vorbei fahren wir nach Sighisoara (Schäßburg), ebenfalls eine der bekanntesten Städte Siebenbürgens. Bereits von Weitem ist der Turnul cu Ceas – der „Stundturm“ zu sehen.

Türme, Türmchen, Tore, krumme Häuschen und schmale Gassen. Schäßburg ist ein Märchen aus längst vergangenen Tagen. Die Altstadt ist seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe.

Über die breite Treppe gelangt man zur Oberstadt und zum Wahrzeichen der Stadt – dem Stundturm.

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Christa beim Aufstieg zur Oberstadt

hier einige Bilder einer wirklich beeindruckenden Stadt:

Trotz der Hitze von 37 Grad war der Besuch in Schäßburg ein besonderes Erlebnis.

Zum Abschluss des heutigen Besichtigungsprogrammes fahren wir nach Biertan. Ein großes Dorf mit einer bekannten Kirchenburg die ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe ist. Zur Burg steigt man über einen überdachten Wehrgang auf. Hier gibt es einen herrlichen Rundblick in die Umgebung.

Die Kirchenburg birgt einige Besonderheiten: die steinerne Kanzel von 1523 und das Reinaissance-Chorgestühl (1514-1523) und etwas für Techniker: die Sakristeitür von 1515 mit einem Schloss mit 13 Riegel! die es bis zur Weltausstellung 1900 nach Paris geschafft hat und den Stahlschrankhersteller „Wertheim“ zur Erfindung seiner Schlösser inspirierte.

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das Schloss der Sakristei-Tür

Besonderheiten sind auch der Speckturm und das „Ehe-Gefängnis“. Es hat nur ein Bett und einen Tisch. Zerstrittene Paare saßen dort so lange ein, bis sie sich wieder versöhnt hatten (damit gab es auch keine Scheidung!)

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das Ehe-Gefängnis

Auf der Fahrt zu unserem Hotel ein kurzer Abstecher in einem Zigeunerdorf. Die Leute verstehen es aus Kupfer oder Messing Gebrauchsartikel für den täglichen Bedarf zu treiben.

 

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Eine besondere Reise: Rumänien mit Besuch des Donaudeltas, Siebenbürgen und einer Audienz beim Fürsten

Vor einigen Monaten haben wir uns entschlossen, eine Reise in das uns doch eher unbekannte Rumänien – eines der ärmsten Länder der EU – zu buchen. Voraussetzung dafür waren natürlich einige Highlights, die wir unbedingt sehen bzw. erleben wollten, wie der Besuch des Donaudeltas, eine Besichtigung der wichtigsten Städte Siebenbürgens und natürlich der Besuch von Schloss Bran mit einer Audienz beim Fürsten Vlad III (Dracula).

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das Donaudelta

Anfang August war es schließlich so weit.

Mit einem Airbus 20170805_140130.jpgder staatlichen Fluggesellschaft TAROM ging’s von München nach Sibiu (Hermannstadt) und dann weiter nach Bukarest – die Hauptstadt der Republik Rumänien.

 

Obwohl das Land reich an Bodenschätzen (Erdgas, Erdöl, Gold..) ist, ist es doch sehr arm. Das Land hat eine Fläche von beinahe 240.000 km² und rund 20 Mio. EinwohnerInnen. Bukarest hat rund 2,5 Mio EinwohnerInnen.

Neben dem uns ja aus der jüngsten Zeit (der Ära Ceausescu’s) bekannten Palatul Parlamentului (Parlamentspalast) gibt’s auch eine Reihe sehenswerter Bauten in der Hauptstadt.

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der Palast des Volkes

Beeindruckend sind die Zahlen: 20.000 Arbeiter waren im 3-Schicht-Betrieb rund um die Uhr fünf Jahre lang beschäftigt. 700 Architekten planten und kontrollierten. Nur das Beste vom Besten aus ganz Rumänien wurde verwendet. 1 Mio. m³ Marmor, 3.500 t. Kristallglas, Eichen-, Kirsch- und Nussholz usw. Gigantisch waren auch die Baukosten: 3 Mrd. Euro. 40.000 Euro betragen die Unterhaltskosten derzeit pro Monat.

Sehenswert ist aber auch die Altstadt von Bukarest mit dem Königspalast, dem Kunstmuseum und dem ehemaligen ZK-Gebäude (hier hielt Ceausescu seine letzte Rede), die Universitätsbibliothek, der Sparkassenpalast, das Nationalmuseum usw.

Nicht zur Vergessen: der Arcul de Triumf (Triumphbogen)

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Triumphbogen

– der dem in Paris sehr ähnlich ist. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch von Hanul Lou Manuc (die Karawanserei) und schließlich ein Fußmarsch durch die Altstadt. „Bukarest lädt ein…“

Auch der Dealul Patriarhiei (Patriarchie-Hügel) – „unser Vatikan“ wie unser Reiseführer Valentin sagt – ist einen Besuch wert. Hier schlägt das Herz der rumänischen Orthodoxie.

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Patriarchie-Palast

Hier einige Eindrücke aus der Hauptstadt: