schon Jahrzehnte lang gefordert: Nun wird es Realität – ein kleines, feines, öffentliches und behindertengerechtes WC in Vormoos…

Viele Besucher nutzen die Gelegenheit und machen einen kleinen Abstecher nach Vormoos – der Perle im oberen Innviertel – ein Ort den sogar Adalbert Stifter als einen der schönsten bezeichnet hat. Hier treffen sich der Pilgerweg „Via Nova“ und der Feldkirchner 4Kirchenweg und viele Wanderwege.

Hand auf’s Herz: wie geht es dir, wenn du ein dringendes, menschliches Bedürfnis verspürst und nicht weißt wo oder wohin? Diese Frage beschäftigt uns in Vormoos schon lange und nun haben wir (die VormooserInnen) uns entschlossen, gemeinsam Hand anzulegen und bei der Kirche ein öffentliches WC zu errichten.

Hier die Planung die uns Gerald Eisenhofer von der Fa. Zehentner Bau, Feldkirchen gemacht hat (so soll es bald aussehen):

Mit Hilfe unserer ortsansässigen und umliegenden Handwerker entsteht derzeit unter der Leitung unseres Kirchenbaumeisters Hans Daxecker und vieler Helfer das neue WC.

Beginn der Baggerarbeiten:

jetzt geht’s an den Einbau der Leitungen und Herstellen der Bodenplatte:

und hier die fertig aufgestellte Schalung.

Morgen wird betoniert!

Advertisements

im Heißluftballon von Vormoos übers Obere Innviertel „Glück ab und gut Land!“

Bericht: Vormoos Online, Fotos: Günther Zauner, Vormoos Online
DSC00863 ko
beeindruckend der „Nürnberger“ in voller Größe

Wenn man daran glaubt, können Träume Realität werden. So ging’s auch uns. Nachdem wir schon mehrere Ballonfahrten mit Starts an verschiedensten Orten und zu verschiedenen Jahreszeiten gemacht haben, war eigentlich ein Wunsch jahrelang offen: eine Fahrt im Heißluftballon über unsere engere Heimat mit Start in Vormoos.

Seit mehr als 200 Jahren versucht die Menschheit, sich den Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Ein Heissluftballon war das erste Luftfahrzeug, welches den Menschen vom Boden erhob und ihm den Himmel näherbrachte.

Die Montgolfiers:

Die Brüder Montgolfier wurden in Naturwissenschaften unterrichtet und in Architektur ausgebildet. Sie leiteten später gemeinsam die bereits seit 1557 im Familienbesitz befindliche Papierfabrik. Schon seit Mitte der 1770er Jahre beschäftigte sich Joseph Michel mit der Luftfahrt, und zwar zunächst mit dem Fallschirm. 1777 machte er einen Selbstversuch vom Dach seines Hauses, der gut ausging. Jedoch unterließ er auf Bitten seiner Familie weitere Unternehmungen dieser Art.

Im Dezember 1782 unternahmen die beiden Brüder in ihrem Heimatort Annonay einen ersten – erfolgreichen – Versuch mit einem Ballon, der mittels von Wolle und Heu erhitzter Luft aufsteigen konnte. Die Montgolfiers waren der Ansicht, der Rauch sei das Auftriebsmittel, und bevorzugten daher stark qualmende Brennmaterialien.

Am 4. Juni 1783 ließen sie wiederum in Annonay einen verbesserten Ballon aus Leinwand der mit Papier abgedichtet worden war, vor Publikum aufsteigen. Dieser Flug dauerte zehn Minuten und soll eine Höhe von über 2000 m erreicht haben.

Daraufhin lud König Ludwig XVI. die Montgolfiers zu einer Demonstration nach Paris ein, erteilte jedoch gleichzeitig der Akademie der Wissenschaften den Auftrag, Versuche mit der „fliegenden Kugel“ durchzuführen. Jean-Baptiste Revellion lieferte Rat, Geld und farbige Tapete für den Ballon. Bereits am 19. September desselben Jahres ließen die Brüder in Anwesenheit des Königs vom Schloss Versailles aus einen Heißluftballon mit drei Tieren (Hammel, Ente und Hahn) aufsteigen. Der Flug dauerte gut acht Minuten. Da die Tiere das Experiment überlebten, gab der König die Erlaubnis zu einem Aufstieg mit Menschen: Am 21. November 1783 hoben mit dem Physiker Jean-Francois Pilatre des Rozier und dem Offizier Francois d’Arlandes die ersten menschlichen Luftfahrer vom Boden ab. Der Flug dauerte 25 Minuten und endete erfolgreich auf der Butte aux Cailles. Ursprünglich sollten Sträflinge als Versuchspersonen eingesetzt werden; nach Protesten ließ man diesen Gedanken jedoch fallen

Die Technik hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und verbessert. Heute zählt Ballonfahren zur sichersten Sparte aller Luftsportarten. [Quelle: Wikipedia]

Der unvergleichliche Reiz, den die Fahrt mit einem Ballon seit über 200 Jahren auf die Menschheit ausübt, ist nicht verloren gegangen. Schwebend die Luft erobern gehört wohl zu den eindrucksvollsten und unvergleichlichsten Erlebnissen, die uns die Luftfahrt bietet.

Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt holte uns unser Ballonfahrer Wolfgang zuhause ab. Nun mussten wir den passenden Startplatz finden. Der „leichte“ Wind war vorge-geben und der Wunsch über unseren Heimatort „Vormoos“ zu fahren stand natürlich an oberster Stelle. So blieb also dem „Chef“ gar nichts anderes übrig, als den Startplatz im „Viltz“ (östlich von Vormoos) zu bestimmen.

Aufbau
Ballonaufbau

Gemeinsam ging’s nun an den Aufbau des Fluggerätes. Nach kurzer Zeit und anstrengender Arbeit in der abendlichen Hitze zeigte sich bald die tatsächliche Größe des Fluggerätes:

DSC00863 ko

25 m hoch, 3.300 m³ Fassungsvermögen und ein unglaubliches, errechnetes Gewicht von rund 4 t. Dieses „Ungetüm“ soll nun durch Heißluft in die Luft gehen und uns vier auch noch „über die Wolken“ tragen, denn nur dort soll die Freiheit grenzenlos sein.

Nur noch ein paar Handgriffe. Dann stand der Ballon der Wach- und Schließgesellschaft Nürnberg  in majestätischer Größe vor uns und „Quax“ – der Bruchpilot und Maskotchen des Ballons (oder des Fahrers) und Wolfgang waren bereit uns an Bord zu nehmen und wir konnten einen sichtigen Platz im Korb des Ballons einnehmen.

"Alle an Bord"!
Einstieg in den Korb

Ein paar Augenblicke später ging’s auch schon los. Mit unheimlicher Kraft hob sich der Riese in den sommerlichen Abendhimmel und kurz drauf half der Wind und gab die Richtung vor: West – genau nach Wunsch über Vormoos. Wir waren in unserem Element. Fast keine Zeit um den Ballonfahrergruß „Glück ab und gut Land“ auszusprechen, wir mussten ja unsere Kameras in Position bringen, um ja keine passende Gelegenheit zu versäumen.

Beeindruckend. Man kennt jedes Haus, jedes Gebäude und auch alle Leute, die unter uns auf sicherem Boden stehen. Wir sind nicht sehr hoch – vielleicht um die 50 m und so können wir uns auch mit den Leuten unterhalten. „Hallo! – Servus Günther!“ Die Antwort folgt postwendend und der Ballon trägt uns über Vormoos, die Gernthale nach Moosdorf.

Vormoos mit Kirche
Vormoos Dorfansicht mit unserer Kirche
Moosdorf
Moosdorf

Auch hier ist uns alles bestens bekannt. Unsere Fahrt geht mit etwa 10 km/h in leicht nordwestlicher Richtung über das Ibmer Moor – Hackenbuch – Buch – Franking – Holz- leithen – Haigermoos – Ernsting – Ostermiething in die Ettenau wo wir nach etwa 1 1/2 Stunden Fahrt ganz ruhig uns sicher kurz vor der Salzach (Grenze) und Tittmonig landen.

Franking
Franking
Ostermiething und Riedersbach
Ostermiething mit den beiden Kraftwerken Riedersbach I und II

Eine beeindruckende Ballonfahrt, die uns wieder einmal ganz deutlich zeigt wie schön unsere Heimat – das Obere Innviertel – wirklich ist, geht leider viel zu schnell zu Ende.

Landung
Landung – Abbau des Ballons

Und hier einige Eindrücke von unserer Fahrt:

  • Vorbereitung – Aufbau – Start

 

  • Fahrt Vormoos – Moosdorf :

 

  • Fahrt Ibmer Moor – Franking – Ostermiething: 
  • Landung in der Ettenau:

 

  • die Fahrt geht zu Ende
    Ende einer traumhaften Ballonfahrt
    SAM_2295 ko
    der Ballon sackt zusammen

    SAM_2288 ko

    Landung
    Landung – Abbau des Ballons

    SAM_2303 koDSC02663 koSAM_2302 koDSC02666 koDSC02668 koDSC02670 koSAM_2306 koDSC02655 koDSC02673 ko

Danke Wolfgang, schön war’s!

%d Bloggern gefällt das: