Erntedank 2017

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Erntedank 2017 Vormoos

Eine Überraschung gab es beim heurigen Erntedankfest in der Filialkirche Vormoos. Die dafür verantwortlichen „zauberten“ ein wunderbares Erntedankbild vor dem Hauptaltar und das alles mit Gemüse, Früchten und Erzeugnissen aus der Filiale Vormoos.

Wie dem Pfarrblatt Oktober 2017 zu entnehmen ist, wurden beim Erntedankfest € 2.360,-für unsere Vormooser Kirche gespendet.

Vormoos Online (und mit uns alle Vormooserinnen und Vormooser) bedanken sich bei den Spendern, Gestaltern und Verantwortlichen.

Vergelt’s Gott!

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Rumänien Rundreise 5. Teil

Unsere Rundreise geht weiter. Heute fahren wir von Bazna nach Agnita und dann: wieder einer der Höhepunkte: die Audienz beim Fürsten auf der Dracula-Burg in Bran (Törzburg). Der Mythos lebt: Dracula und die Törzburg. Dracula ist übrigens eine Fantasiefigur die der irische Schriftsteller Bram Stoker geschaffen hat.

Ja nun sind wir endlich da: Bran. Eine Menge Busse, unzählige Besucher und eine schier endlose Warteschlange vor dem Eingang. Ob wir da heute noch reinkommen? Na sicher sagt Buzzi, unser Reiseleiter, und nicht vergessen: Knoblauch mitnehmen. Warum? Na das weiß doch jeder: Vampire hassen Knoblauch!

Endlich ist unsere Gruppe an der Reihe. Wir marschieren über steile Stufen und enge Stiegen ins Schloss das nach der Rückgabe nun wieder den Habsburgern gehört. Wir können das Schlafzimmer der Königin Maria von Rumänien, Salons, das Musikzimmer und zahlreiche andere Räume besichtigen.

Am nächsten Tag fahren wir dann nach Harman, eine der besterhaltenen Kirchenburgen von Siebenbürgen in der Nähe von Kronstadt und dann nach Brasov (Kronstadt). Das Alte Rathaus, die restaurierten Bürgerhäuser, die schwarze Kirche usw. Brasov ist die Hauptstadt der historischen Region Burzenland (nach dem Fluss Burzen). Hier gibt es wieder sehr viel zu sehen und zu staunen. Man bummelt durch die Fußgängerzone zur schwarzen Kirche. Etwas besonderes im monumentalen Gotteshaus sind die Orientteppiche und 5 Orgeln!

eins der Stadttore von Brasov
ein Stadttor in Brasov
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das alte Rathaus
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die schwarze Kirche
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wunderschöne, restaurierte Bürgerhäuser in der FuZo

unsere Reise neigt sich langsam dem Ende zu. Wir fahren mit dem Bus von Predeal nach Bukarest und fliegen mit einem Jet der Tarom wieder nach München.

Eine wunderbare Reise mit vielen, prägenden und bleibenden Eindrücken die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Rumänien – Rundreise 4. Teil

Eine beeindruckende Fahrt durch die vielfältige Landschaft brachte uns, vorbei an Medias, der fast 50.000 Einwohner zählenden Stadt mit dem schiefen Turm in ein kleines Dorf – mitten in Siebenbürgen: Bazna. Außer einigen Hotels, einer Kirche, einer Schule und vielen (meist verfallenen) Häusern gibt’s hier nicht viel zu sehen und zu erleben.

In aller Hergott’s Früh warten vor unserer Hotelanlage bereits einige Pferdegespanne um uns zur ersten Wehrkirche im Nachbarort zu fahren. Eine gemütliche, nicht sehr beeindruckende etwa einstündige Fahrt bringt uns zur Wehrkirche.

Nach diesem Ausflug machen wir uns am Nachmittag auf den Weg nach Schäßburg.

An Medias vorbei fahren wir nach Sighisoara (Schäßburg), ebenfalls eine der bekanntesten Städte Siebenbürgens. Bereits von Weitem ist der Turnul cu Ceas – der „Stundturm“ zu sehen.

Türme, Türmchen, Tore, krumme Häuschen und schmale Gassen. Schäßburg ist ein Märchen aus längst vergangenen Tagen. Die Altstadt ist seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe.

Über die breite Treppe gelangt man zur Oberstadt und zum Wahrzeichen der Stadt – dem Stundturm.

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Christa beim Aufstieg zur Oberstadt

hier einige Bilder einer wirklich beeindruckenden Stadt:

Trotz der Hitze von 37 Grad war der Besuch in Schäßburg ein besonderes Erlebnis.

Zum Abschluss des heutigen Besichtigungsprogrammes fahren wir nach Biertan. Ein großes Dorf mit einer bekannten Kirchenburg die ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe ist. Zur Burg steigt man über einen überdachten Wehrgang auf. Hier gibt es einen herrlichen Rundblick in die Umgebung.

Die Kirchenburg birgt einige Besonderheiten: die steinerne Kanzel von 1523 und das Reinaissance-Chorgestühl (1514-1523) und etwas für Techniker: die Sakristeitür von 1515 mit einem Schloss mit 13 Riegel! die es bis zur Weltausstellung 1900 nach Paris geschafft hat und den Stahlschrankhersteller „Wertheim“ zur Erfindung seiner Schlösser inspirierte.

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das Schloss der Sakristei-Tür

Besonderheiten sind auch der Speckturm und das „Ehe-Gefängnis“. Es hat nur ein Bett und einen Tisch. Zerstrittene Paare saßen dort so lange ein, bis sie sich wieder versöhnt hatten (damit gab es auch keine Scheidung!)

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das Ehe-Gefängnis

Auf der Fahrt zu unserem Hotel ein kurzer Abstecher in einem Zigeunerdorf. Die Leute verstehen es aus Kupfer oder Messing Gebrauchsartikel für den täglichen Bedarf zu treiben.

 

Rumänien – Rundreise Siebenbürgen 3. Teil

Unsere Reise geht weiter. Nachdem wir zuerst Tulcea und das Donaudelta erlebt haben, müssen wir heute eine etwas längere Busfahrt auf uns nehmen um nach Predeal – die höchstgelegene Stadt Rumäniens und „der“ Wintersportort in den Karpaten – zu gelangen. Beeindruckend ist auch die Fahrt. Nach der Tiefebene und dem Hügelland sind wir plötzlich im Gebirge. Könige und Staatschefs trafen sich hier. Predeal, ein Luftkurort im Kreis Brasov liegt auf rund 1.000 m, hat etwa 5.000 Einwohner und über 100! Hotels und Pensionen. Hier gibt es ideale Bedingungen zum Wandern, Mountainbiking und Skifahren.

Am nächsten Tag geht unsere Rundreise auch schon wieder weiter. Heute fahren wir von Predeal nach Sibiu (Hermannstadt) und dann zu unserem Quartier nach Bazna.

Sibiu wurde 2007 europ. Kulturhauptstadt. Zu Recht wird Sibiu als eine der schönsten Städte des Landes bezeichnet. In Sibiu (Hermannstadt) besichtigen wir den großen und den kleinen Ring, den Bruckenthalpalast, die Katholische Kirche und die evang. Stadtpfarrkirche. Wir (überaus kulturinteressiert!) besichtigen natürlich auch noch das Geschichtsmuseum „Haus Altemberger“, eines der schönsten und größten gotischen Wohngebäude Rumänien mit vielen sehenswerten und wertvollen Ausstellungsstücken.

 

Hunderte Augen bewachen die Stadt! In den hohen und steilen Dächern gibt es ganz spezielle Öffnungen die „Stadtaugen“ (längliche Lüftungsschlitze).

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„hunderte Augen“ –

Kurz vor unserer Abreise besuchten wir natürlich auch noch das „Imparatul Romanilor“ – das Hotel „der römische Kaiser“ in dem bedeutende Gäste unter ihnen auch Kaiser Joseph II, Johann Strauss usw. nächtigten.

Leider war die Zeit für die Stadtbesichtigung wieder einmal viel zu kurz. Wir mussten uns schließlich auf den Weg zu unserem Bus machen und das heutige Ziel – Bazna – zu erreichen.

 

im Heißluftballon von Vormoos übers Obere Innviertel „Glück ab und gut Land!“

Bericht: Vormoos Online, Fotos: Günther Zauner, Vormoos Online
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beeindruckend der „Nürnberger“ in voller Größe

Wenn man daran glaubt, können Träume Realität werden. So ging’s auch uns. Nachdem wir schon mehrere Ballonfahrten mit Starts an verschiedensten Orten und zu verschiedenen Jahreszeiten gemacht haben, war eigentlich ein Wunsch jahrelang offen: eine Fahrt im Heißluftballon über unsere engere Heimat mit Start in Vormoos.

Seit mehr als 200 Jahren versucht die Menschheit, sich den Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Ein Heissluftballon war das erste Luftfahrzeug, welches den Menschen vom Boden erhob und ihm den Himmel näherbrachte.

Die Montgolfiers:

Die Brüder Montgolfier wurden in Naturwissenschaften unterrichtet und in Architektur ausgebildet. Sie leiteten später gemeinsam die bereits seit 1557 im Familienbesitz befindliche Papierfabrik. Schon seit Mitte der 1770er Jahre beschäftigte sich Joseph Michel mit der Luftfahrt, und zwar zunächst mit dem Fallschirm. 1777 machte er einen Selbstversuch vom Dach seines Hauses, der gut ausging. Jedoch unterließ er auf Bitten seiner Familie weitere Unternehmungen dieser Art.

Im Dezember 1782 unternahmen die beiden Brüder in ihrem Heimatort Annonay einen ersten – erfolgreichen – Versuch mit einem Ballon, der mittels von Wolle und Heu erhitzter Luft aufsteigen konnte. Die Montgolfiers waren der Ansicht, der Rauch sei das Auftriebsmittel, und bevorzugten daher stark qualmende Brennmaterialien.

Am 4. Juni 1783 ließen sie wiederum in Annonay einen verbesserten Ballon aus Leinwand der mit Papier abgedichtet worden war, vor Publikum aufsteigen. Dieser Flug dauerte zehn Minuten und soll eine Höhe von über 2000 m erreicht haben.

Daraufhin lud König Ludwig XVI. die Montgolfiers zu einer Demonstration nach Paris ein, erteilte jedoch gleichzeitig der Akademie der Wissenschaften den Auftrag, Versuche mit der „fliegenden Kugel“ durchzuführen. Jean-Baptiste Revellion lieferte Rat, Geld und farbige Tapete für den Ballon. Bereits am 19. September desselben Jahres ließen die Brüder in Anwesenheit des Königs vom Schloss Versailles aus einen Heißluftballon mit drei Tieren (Hammel, Ente und Hahn) aufsteigen. Der Flug dauerte gut acht Minuten. Da die Tiere das Experiment überlebten, gab der König die Erlaubnis zu einem Aufstieg mit Menschen: Am 21. November 1783 hoben mit dem Physiker Jean-Francois Pilatre des Rozier und dem Offizier Francois d’Arlandes die ersten menschlichen Luftfahrer vom Boden ab. Der Flug dauerte 25 Minuten und endete erfolgreich auf der Butte aux Cailles. Ursprünglich sollten Sträflinge als Versuchspersonen eingesetzt werden; nach Protesten ließ man diesen Gedanken jedoch fallen

Die Technik hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und verbessert. Heute zählt Ballonfahren zur sichersten Sparte aller Luftsportarten. [Quelle: Wikipedia]

Der unvergleichliche Reiz, den die Fahrt mit einem Ballon seit über 200 Jahren auf die Menschheit ausübt, ist nicht verloren gegangen. Schwebend die Luft erobern gehört wohl zu den eindrucksvollsten und unvergleichlichsten Erlebnissen, die uns die Luftfahrt bietet.

Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt holte uns unser Ballonfahrer Wolfgang zuhause ab. Nun mussten wir den passenden Startplatz finden. Der „leichte“ Wind war vorge-geben und der Wunsch über unseren Heimatort „Vormoos“ zu fahren stand natürlich an oberster Stelle. So blieb also dem „Chef“ gar nichts anderes übrig, als den Startplatz im „Viltz“ (östlich von Vormoos) zu bestimmen.

Aufbau
Ballonaufbau

Gemeinsam ging’s nun an den Aufbau des Fluggerätes. Nach kurzer Zeit und anstrengender Arbeit in der abendlichen Hitze zeigte sich bald die tatsächliche Größe des Fluggerätes:

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25 m hoch, 3.300 m³ Fassungsvermögen und ein unglaubliches, errechnetes Gewicht von rund 4 t. Dieses „Ungetüm“ soll nun durch Heißluft in die Luft gehen und uns vier auch noch „über die Wolken“ tragen, denn nur dort soll die Freiheit grenzenlos sein.

Nur noch ein paar Handgriffe. Dann stand der Ballon der Wach- und Schließgesellschaft Nürnberg  in majestätischer Größe vor uns und „Quax“ – der Bruchpilot und Maskotchen des Ballons (oder des Fahrers) und Wolfgang waren bereit uns an Bord zu nehmen und wir konnten einen sichtigen Platz im Korb des Ballons einnehmen.

"Alle an Bord"!
Einstieg in den Korb

Ein paar Augenblicke später ging’s auch schon los. Mit unheimlicher Kraft hob sich der Riese in den sommerlichen Abendhimmel und kurz drauf half der Wind und gab die Richtung vor: West – genau nach Wunsch über Vormoos. Wir waren in unserem Element. Fast keine Zeit um den Ballonfahrergruß „Glück ab und gut Land“ auszusprechen, wir mussten ja unsere Kameras in Position bringen, um ja keine passende Gelegenheit zu versäumen.

Beeindruckend. Man kennt jedes Haus, jedes Gebäude und auch alle Leute, die unter uns auf sicherem Boden stehen. Wir sind nicht sehr hoch – vielleicht um die 50 m und so können wir uns auch mit den Leuten unterhalten. „Hallo! – Servus Günther!“ Die Antwort folgt postwendend und der Ballon trägt uns über Vormoos, die Gernthale nach Moosdorf.

Vormoos mit Kirche
Vormoos Dorfansicht mit unserer Kirche
Moosdorf
Moosdorf

Auch hier ist uns alles bestens bekannt. Unsere Fahrt geht mit etwa 10 km/h in leicht nordwestlicher Richtung über das Ibmer Moor – Hackenbuch – Buch – Franking – Holz- leithen – Haigermoos – Ernsting – Ostermiething in die Ettenau wo wir nach etwa 1 1/2 Stunden Fahrt ganz ruhig uns sicher kurz vor der Salzach (Grenze) und Tittmonig landen.

Franking
Franking
Ostermiething und Riedersbach
Ostermiething mit den beiden Kraftwerken Riedersbach I und II

Eine beeindruckende Ballonfahrt, die uns wieder einmal ganz deutlich zeigt wie schön unsere Heimat – das Obere Innviertel – wirklich ist, geht leider viel zu schnell zu Ende.

Landung
Landung – Abbau des Ballons

Und hier einige Eindrücke von unserer Fahrt:

  • Vorbereitung – Aufbau – Start

 

  • Fahrt Vormoos – Moosdorf :

 

  • Fahrt Ibmer Moor – Franking – Ostermiething: 
  • Landung in der Ettenau:

 

  • die Fahrt geht zu Ende
    Ende einer traumhaften Ballonfahrt
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    der Ballon sackt zusammen

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    Landung
    Landung – Abbau des Ballons

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Danke Wolfgang, schön war’s!

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